LEADER Obere Neckar zu Gast im Saalachtal

Einen Blick über den Tellerrand wagte die LEADER-Regionalgruppe Oberer Neckar mit ihrer Exkursion in die österreichische LEADER-Region Saalachtal. Dabei standen sowohl unterschiedliche Umsetzungsstrategien der österreichischen und deutschen LEADER-Regionen als auch die Vernetzung und der fachliche Austausch untereinander im Mittelpunkt der dreitägigen Unternehmung.

Wie Wilhelm Rieber, 1. Vorsitzender der LEADER-Regionalgruppe begründete, wurde für Exkursion ganz bewusst die LEADER-Region Saalachtal, die sich von Unken bis nach Maishofen erstreckt, ausgewählt. Verfolgt doch diese LEADER-Region mit ihren Innovationen in Bereichen wie Kreativwirtschaft, Tourismus, Energie und Kultur in etwa die gleichen Ziele wie die LEADER-Entwicklungsstrategie Oberer Neckar.

Durchweg beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer von den zahlreichen Projektbeispielen, die ihnen von der LEADER-Aktionsgruppe Saalachtal präsentiert wurden. Dabei bestanden die Präsentationen aus interessanten Kurzreferaten verschiedener Experten bzw. LEADER-Manager sowie aus Vor-Ort-Besichtigungen. Als einen -innovativen- Tagungsort hatte die österreichische Geschäftsstelle für die Besuchergruppe das CoWorking-Center Saalfelden ausgesucht. Die Konstellation dieses offenen Angebotes, bei dem Freiberufler oder kleinere Startups sich einen großen kommunikativen Arbeitsplatz teilen, überzeugte. Gleichfalls angetan war die Besuchergruppe von der Präsentation des im gleichen Gebäude untergebrachten Studienzentrums Saalfelden, in dem eine Reihe von Weiterbildungsinstituten, sowie eine Außenstelle der Fernuni Hagen, untergebracht sind.

Der Freitagmorgen war der Vorstellung und dem intensiven Austausch innovativer Projekte aus dem Bereich „Jugend und Kultur“ vorbehalten. Vorgestellt wurden Jugendkulturprojekte wie „MASH“, das die ganze Bandbreite der Jugend-Kunst fördert. Von großem Interesse für die deutschen Besucher war auch das Projekt „Neue Festkultur Pinzgau“, das Handreichungen und ein Gütesiegel für Jugendfeste vergibt, das Jugendprojekt „Freies Radio Pinzgau“ sowie das Projekt „Querbeet“, das speziell interkulturelle Bildungs- und Kulturprojekte im ländlichen Raum fördert. Gerne wurde von den Exkursionsteilnehmern die Gelegenheit angenommen, sich mit Florian Juritsch, Bürgermeister der Gemeinde Unken und aktiv im LEADER-Regionalmanagement sowie mit dem Obmann des LEADER-Forums Österreich, Stefan Niedermoser, auszutauschen. Als Vorsitzender der Interessenvertretung der LEADER-Aktionsgruppen in Österreich berichtete Niedermoser über die österreichische Umsetzungsstrategie. Für alle Teilnehmer interessant war dabei der konkrete Vergleich der Umsetzung der Förderrichtlinien. Stellte sich doch heraus, dass es in Österreich teils niederschwelligere Fördermöglichkeiten gibt als in Baden-Württemberg. Eine weitere Besonderheit für die Gäste aus Deutschland war der starke Fokus auf vernetzende Initiativen in Österreich. Kooperationsprojekte haben hier einen hohen Stellenwert und werden besonders unterstützt. Über die konkrete Arbeit in Bezug auf den Schwerpunkt „Region und Klima“ informierte Astrid Hohenwarter, LEADER-Geschäftsführerin gemeinsam mit Diana Schmiderer, LEADER-Managerin, im Büro der LEADER-Region in Weißbach die Besuchergruppe. Angesprochen wurden dabei Förderprogramme für die Klima- und Energie-Modellregion „Nachhaltiges Saalachtal“, Projekte, die im Naturpark Weißbach verwirklicht wurden, die Erschließung neuer touristischer Angebote am Beispiel der Sommertourismus Skigebiet Loferer Alm und die Umsetzung der e5 Gemeinde Weißbach. Großes Interesse der Besucher erzeugten auch die Informationen über die in Österreich praktizierte Förderung von Kleinprojekten.

Von LEADER-Obmann Josef Leitinger erfuhren die Gäste viel über den Saalachtaler Tourismus-Strategieprozess. Er hatte es auch übernommen, die Besuchergruppe am Samstag -leider bei Regenwetter- durch die beeindruckende Almenwelt Lofer zu führen und dort LEADER-Projekte wie einen Almerlebnis Spielplatz, den roten Marmorsee, den neuen Aussichtsturm Schwarzeneck und die vorbildliche E-Mobil-Ladeinfrastruktur zu zeigen. Untergebracht war die Exkursionsgruppe in St. Martin bei Lofer, einem Dorf das für seine Kneippanlage und als Kräuterdorf bekannt ist. Mit vielen guten Ideen und Anregungen trat die Gruppe am Samstagnachmittag die Heimreise an. Einig war man sich, dass diese LAG-Exkursion eine gute Gelegenheit war, sich transnational zu vernetzen und gegenseitig zu inspirieren.

Unser Foto zeigt die Exkursionsgruppe mit den Gastgebern der LEADER-Region Saalachtal.

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